26.1.2004 - 4.4.2004
Die zufällige Begegnung mit einem Besucher des Museums offenbarte das Schicksal zweier Familien, das mit dem deutschen Film und der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts eng verbunden ist. 2002 hatte Till Heidenheim aus Hamburg in der damaligen Dauerausstellung auf einer Tafel mit dem Verzeichnis von 1400 Namen deutscher Juden, die bis 1933 im Filmgeschäft tätig gewesen waren, den Namen seines Bruders, Gustav Heidenheim, gefunden. Aber ebenso sein Vater, Hans Heidenheim, der auf der Liste fehlte, war für die Ufa als Filmverkäufer tätig gewesen. Auch der Name William Schönlands, Tonassistent bei der Ufa in Babelsberg und Olympiateilnehmer, Emigrant und Inhaftierter des Konzentrationslagers Westerborks, nach 1945 wieder im Filmgeschäft, war nirgendwo verzeichnet.
Das Museum widmete den beiden „Vergessenen” die Ausstellung, in der Fotos und Dokumente zu den Schicksalen von Hans Heidenheim und William Schönland aus den 20er, 30er und den Jahren nach 1945 zu sehen waren.

Bildunterschrift: Foto: J.K. Leopold
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Überlieferte Erinnerung
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