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Carl Raddatz und Hildegard Knef in "Jeder stirbt für sich allein" aus dem Jahre 1976
Carl Raddatz und Hildegard Knef in "Jeder stirbt für sich allein" aus dem Jahre 1976 

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Carl Raddatz

Biographie Carl Raddatz


13. März 1912
Geboren in Mannheim
Oberrealschule in Mannheim
1930/1931
Privater Schauspielunterricht bei Willy Birgel, dem damaligen Star des Mannheimer Theaters
1931 bis 1933
Bühnendebüt und erstes Engagement am Nationaltheater in Mannheim, weitere Stationen: 1933/34 Aachen, 1934-37 Darmstadt, 1937/38 Bremen. Er wird im Fach des jugendlichen Charakterspielers und Bonvivants eingesetzt.
Anfang der 30er Jahre
Postkarte Birgel
Postkarte von Willy Birgel vom 11. März 1934, in der er Raddatz versichert, bald auch im Film ein "glänzendes Betätigungsfeld" zu finden.
Sein Mentor Willy Birgel ermutigt Raddatz, sich beim Film zu versuchen. Er verspricht ihm "ein glänzendes Bettätigungsfeld".
 
1937
Urlaub auf Ehrenwort
Regisseur Karl Ritter und Carl Raddatz bei den Dreharbeiten zu "Urlaub auf Ehrenwort"
Raddatz kommt nach Berlin und spielt nach Probeaufnahmen bei der Ufa in einer kleineren Rolle in Urlaub auf Ehrenwort (R: Karl Ritter).
 
1938
An der Seite seines Mentors Willi Birgel tritt er im Melodram Verklungene Melodie (R: Viktor Tourjansky) auf. Er erhält bei der Ufa einen festen Filmvertrag.
1939
Nach Kriegsbeginn wird das anfangs sehr breite Repertoire seiner Rollen deutlich eingeschränkt und er übernimmt immer wieder Rollen forscher, schneidig-smarter Offiziere in militaristischen Propagandastreifen.
1940/1941
Heimkehr
Carl Raddatz und Paula Wessely in "Heimkehr"
Wunschkonzert
Joachim Brennecke, Carl Radddatz und Ilse Werner in "Wunschkonzert"
Diesem Rollenklischee entspricht er auch bei seiner Mitwirkung an zwei ausgemachten Propagandastreifen in Wunschkonzert (R: Eduard von Borsody) und Heimkehr (R: Walter Rohrig, Gustav Ucicky). Obgleich er in diesen Filmen mitwirkt, gilt er im Freundeskreis als Nazi-Gegner.
 
1943
Opfergang1
Kristina Söderbaum und Carl Raddatz in "Opfergang"
Immensee
Carl Raddatz und Kristina Söderbaum in "Immensee", 1943
Unter der Regie Veit Harlans spielt er in Immensee. Ein weiteres Mal tritt er unter Harlans Regie im darauf folgenden Jahr in Opfergang auf.
 
1944
Unter den Brücken1
Carl Raddatz in "Unter den Brücken"
Hauptrolle in Käutners elegischer Flussschiffergeschichte Unter den Brücken, die sich von seinem bisherigen deutlich Oeuvre abhebt. Der „Überläufer“ wird bei seiner Uraufführung 1946 beim Festival von Locarno, „künstlerisch, stilistisch und geistig betrachtet“, als „die letzte Sensation des deutschen Films“ gefeiert (Die Tat, Zürich, 6.10.1946).
 
1947
In jenen Tagen1
Carl Raddatz in "In jenen Tagen"
Erstmals nach Kriegsende spielt Raddatz in dem Käutner-Film In jenen Tagen
 
1951
Raddatz geht ans Deutsche Theater Göttingen, spielt aber weiterhin auch im bundesdeutschen Film.
1958
Er wechselt an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.
50er Jahre
Raddatz ist ein gefragter Synchronsprecher und leiht u. a. Kirk Douglas, Burt Lancaster und Robert Taylor seine Stimme.
1960
Counterfeit traitor
Dreharbeiten zur US-amerikanischen Produktion "The Counterfeit Traitor" (Verrat auf Befehl), 1962
Vorläufiger Abschied vom Film in der US-amerikanischen Produktion The Counterfeit traitor (Verrat auf Befehl). Er verkörpert einen antinazistischen Deutschen, der einem schwedischen Industriellen zu Sabotagezwecken Staatsgeheimnisse anvertraut.
Konzentration auf die Theaterarbeit
 
1966
Erstmals erhält er eine Rolle in einer Fernsehproduktion: Der Mann, der sich Abel nannte (R: Ludwig Cremer). Weitere gelegentliche Auftritte im Fernsehen in den folgenden Jahren.
1966
Brief Carl Zuckmayer
Brief von Carl Zuckmayer vom 31. Mai 1966, in dem er Raddatz wegen des Todes seiner Frau Trost zuspricht:"... es gibt keinen Schmerz, der nicht auch Heilkraft in sich trägt".
Seine zweite Frau Hilde stirbt an Krebs.
 
1972
Bundesverdienstkreuz und Ehrenmitglied der Staatlichen Berliner Bühnen
1975
Jeder stirbt für sich allein
Carl Raddatz und Hildegard Knef in "Jeder stirbt für sich allein", 1976
Für einen einzigen Film kehrt er noch einmal zum Kino zurück. Er übernimmt die männliche Hauptrolle an der Seite von Hildegard Knef in der Fallada-Verfilmung Jeder stirbt für sich allein (R: Alfred Vohrer).
 
1979
Filmband in Gold für sein Lebenswerk
1986
Nach langjährigem Engagement am Schiller-Theater in Berlin erhält er seine Kündigung.
1990
Ein letztes Mal steht Raddatz in dem TV-Krimi Derrick. Solo für vier vor der Kamera.
1993
Raddatz verweigert die Annahme des Berliner Titels "Professor ehrenhalber" aus Protest gegen die vom Senat verfügte Schließung des Schiller-Theaters, an dem er jahrelang tätig und dessen Ehrenmitglied er seit 1972 war .
19. Mai 2004
Gestorben in Berlin



Zusammenstellung: Peter Warnecke
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Institut der Filmuniversität filmuni
 

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