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Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin
Blick in den Kinosaal, Foto: h neun, Berlin 

Violanta

R: Paul May
D: Annelies Reinhold, Richard Häußler, Hans Schlenck
D 1941/42, 98’

Foyerausstellung und Filme bis 15. März 2009
Seit Kriegsbeginn wurde eine Welle von Heimatfilmen fürs deutsche Kino produziert. Goebbels reagierte missgelaunt auf die Häufung düster-fatalistischer Geschichten im Bauernmilieu, zu denen auch „Violanta” gehört. Der Film erzählt von Lüge, Ausgrenzung und Abhängigkeit. Die Titelheldin erliegt einem skrupellosen Verführer, der sie schwanger sitzen lässt. Auf der Suche nach dem Vater ihres Kindes begegnet sie dessen Bruder, den sie heiratet und der glaubt, das Kind sei von ihm. Doch der Tunichtgut kehrt aus der Fremde zurück und findet erneut Gefallen an der schönen, stolzen Violanta. Ein explizit politischer Satz fällt, als es um den schlechten Charakter des Verführers geht: Er sei zu lange in Marokko gewesen, einem Land, das laut Film „von Giftschlangen, Panthertieren, Mohren und Juden” bewohnt sei. Diese Verlautbarung ist ein extremer Störfall in dem ansonsten faszinierenden, bedrückenden Kammerspiel.
Die Fotoausstellung bietet den interessanten Vergleich zwischen dieser Adaption und dem gleichnamigen stummen Werk von 1928 mit Henny Porten in der Titelrolle.

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