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Der Marstall um 1935; Foto: Landesbildstelle Berlin
Der Marstall um 1935; Foto: Landesbildstelle Berlin 

» Architektur

Geschichte des Hauses: Orangerie - Marstall - Filmmuseum

1685
Der Baumeister Johann Arnold Nering erhält vom brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm den Auftrag, neben dem Potsdamer Stadtschloss eine Orangerie (Pomeranzenhaus) zu bauen – als Winterquartier für mediterrane Pflanzen aus dem Lustgarten.
1714
König Friedrich Wilhelm I. lässt einen Teil des Lustgartens zum Exerzierplatz planieren, aus der Orangerie wird ein Pferdestall.
1746
Sanssouci-Architekt Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff leitet im Auftrag von Friedrich II. Umbau und Erweiterung des Marstalls, der plastische Schmuck über den Eingängen wird von Friedrich Christian Glume geschaffen.
1922
176 Jahre war das Haus als Pferdestall genutzt worden. Nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II. werden die Pferde 1918 versteigert, im Gebäude wird ein Garnisonsmuseum eingerichtet.
1927
Der Potsdamer Kunstverein stellt im Marstall aus.
1945
Das Haus wird durch einen britischen Luftangriff beschädigt.
1948
Nach provisorischer Instandsetzung zeigt das Städtische Museum die erste historische Ausstellung der Nachkriegszeit.
1961
Die Ruinen des Stadtschlosses werden gesprengt. Der Marstall, einziges Rudiment des preußischen Stadtschlossensembles, bleibt als Notunterkunft und Depot des Heimatmuseums erhalten.
1968
Die Ruinen der Garnisonskirche werden gesprengt.
1977
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Einrichtung eines Filmmuseums im Marstall; umfangreiche Restaurierungs- und Umbauarbeiten beginnen.
1981
Das „Filmmuseum der DDR”, mit einem Kino und einer Ausstellung technischer Geräte, wird eröffnet. Der Marstall bleibt Eigentum der „Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci”, das Filmmuseum ist eine Unterabteilung dieses Betriebs.
1983
Die erste Ständige Ausstellung zur Ufa- und DEFA-Geschichte wird eröffnet. Wechselausstellungen zum DEFA-Film und ein ambitioniertes Filmprogramm ergänzen das Angebot.
1993
Die Innenräume des Marstalls werden nach internationalem Museumsstandard umgebaut. Die zweite Ständige Ausstellung „Filmstadt Babelsberg” wird eröffnet. Die restaurierte Welte-Kinoorgel wird in den Kinosaal integriert.
1994
Das neu gestaltete Filmcafé wird zum kulturellen Treffpunkt.
1995
Das Kino des Museums wird modernisiert und mit moderner Tontechnik ausgestattet.
2004
Zur Eröffnung der dritten Ständigen Ausstellung „Babelsberg – Gesichter einer Filmstadt” wird das Foyer neu gestaltet.
2008 - 2012
Historische Mitte Potsdams
Potsdams historische Mitte (Grafik: A. Standler, Entwurf: G. Vandenhertz, Luftbild: L. Hannemann)
Der Landtag des Landes Brandenburg beschließt 2005 die Rekonstruktion des Stadtschlosses – zu dessen Bauensemble der Marstall einst gehörte – als Landtagsgebäude. Die notwendigen Straßenverlegungen beginnen nach Zustimmung der Potsdamer Stadtverordneten 2008. 2012 soll das Ensemble in alter Pracht wiedererstanden sein.
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